Gemeinsame Sache - Berliner Freiwilligentage 2019

Vom 13. bis 22. September 2019 fanden vielfältige Mitmach-Aktionen in Berlin im Rahmen der Berliner Freiwilligentage 2019 statt. Auch die Zukunftswerkstatt Heinersdorf und Teilnehmer vom ESF-Projekt "Ich bin die Stadt" haben sich daran beteiligt.

Zwei Presseberichte vom Tagesspiegel:

Herbstfest und PaNkour "Du und dein Kiez" im Honiggarten:

Vier Bienenvölker schwirren umher und lagern die letzten Wintervorräte ein. Der Honiggarten im Kastanienwäldchen in Heinersdorf ist ein Projekt, das „dank der ehrenamtlichen Helfer existiert“, erzählt Annika Seibt vom Verein Zukunftswerkstatt Heinersdorf. Ursprünglich war das Grundstück ein verfallener Schrebergarten, etwa 20 Nachbarn und Familien kommen jetzt regelmäßig, sie bauten die Tischtennisplatten und eine Boulebahn auf.

Über das vom Land und den Europäischen Sozialfonds finanzierte Projekt „Ich bin die Stadt“ kommen Neuangekommene mit anderen Heinersdorfer Nachbarn in Kontakt. Alle lernten voneinander, berichtet Seibt. So plante eine irakische Landschaftsarchitektin die Beeteaufteilung, ein Mann aus Syrien machte die Pläne für ein Gartenhäuschen und zeigte anderen Helfern wie der Boden verlegt wird. Diese Gemeinschaft und die tatkräftige ehrenamtlich Arbeit wird beim heutigen Herbstfest gefeiert: bei Kaffee und Kuchen, Kürbissuppe, Honig aus eigener Ernte, Tischtennis- und Boule-Spiel – und natürlich mit einer Tour zu den Bienen. Corinna von Bodisco

 

World Cleanup Day am Sleipnerplatz:

In Heinersdorf haben sich am Samstag viele ehrenamtlich Engagierte versammelt. Gemeinsam wollen sie den Sleipnerplatz, der sich zum illegalen Ablageort für Grünschnitt entwickelt hat, vom Müll und Totholz befreien. Der verwilderte Platz war früher ein sechseckiger Platz, der allerdings von je an sich selbst überlassen wurde, erzählt Daniel Becker von der Zukunftswerkstatt Heinersdorf. Das Problem sei, dass das Gewicht des abgelagerten Totholzes die Wurzeln der Bäume ersticke und diese so abtöte. Damit sinke die ökologische Qualität rapide und biete auch den in der Stadt lebenden Wildtieren keinen Lebensraum mehr. Die Zukunftswerkstatt möchte daher der Natur dabei helfen, sich selbst zu helfen und den öffentlichen Raum in Eigenarbeit wieder aufzuwerten. 

Die Firma Otto-Rüdiger-Schulze hat für den Abtransport große Container bereit gestellt. Auch Helferinnen von der Partei die Grünen sind mit dabei. Das Projekt wird aber voraussichtlich noch etwas länger andauern und über den heutigen Freiwilligentag hinausgehen. Vivien Krüger

https://www.tagesspiegel.de/berlin/gemeinsame-sache-in-pankow-herbstfest-im-honiggarten/25012884.html

 

Dieses Projekt wird gefördert aus Mitteln der Europäischen Union (Europäischer Sozialfonds) und des Landes Berlin.