Nachdem die Präsentation unseres Vereins im vergangenen Sommer als "Leuchtturmprojekt" im Wettbewerb Mission Sustainibility des Rates für Nachhaltige Entwicklung gelistet wurde, folgten Vertreter der Zukunftswerkstatt einer Einladung zur 8. Jahreskonferenz. "Zukunft verantworten" war das Motto der diesjährigen Konferenz, die am 17.11. im Berliner Congress Center stattfand. Mehr als 1.000 Teilnehmer diskutierten in unterschiedlichen Themenforen über Energieversorgung, Klimaschutz, Biosprit, demografischen Wandel und Perspektiven von Städten und Kommunen. Wir beteiligten uns am Forum "Zukunft der Stadt". Beim anschließenden Emfpang konnten wir andere Projekte kennenlernen und Erfahrungen und Ideen mit den Projektträgern austauschen.

Aus der Rede Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland, Angela Merkel

"... 'Zukunft verantworten' – dieser Veranstaltungstitel zeigt ja schon, was Ihnen wichtig ist. Ich denke, er bringt es auch auf den Punkt, worum es bei der Nachhaltigkeitsdebatte geht: Loslösung von kurzfristigen, egozentrischen Debatten und Hinwendung zu einer generationenübergreifenden Betrachtung unseres Handelns, und zwar unseres Handelns im umfassenden Sinne.
Das ist leichter gesagt als getan. Erstens können wir nicht immer sämtliche Konsequenzen unseres Handelns abschätzen; auch das gehört zur Wahrheit. Aber viel schwieriger ist immer noch die Frage, ob uns nicht doch das Hemd näher ist als der Rock – ich kann auch "die Jacke" sagen, wenn das besser passt – und ob wir immer wieder zu der vermeintlich bequemeren, oft auch leichter durchsetzbaren Lösung greifen. Verantworten wir Zukunft oder verbrauchen wir Zukunft? Das ist nicht nur eine Gewissensfrage, sondern das ist letztendlich eine handfeste wirtschafts-, sozial- und umweltpolitische Grundsatzfrage, die sich natürlich auch in täglichem Handeln immer wieder zeigt.
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Ein drittes Schwerpunktthema für uns in Europa und ganz besonders für uns in Deutschland ist der demografische Wandel. Wir müssen es schaffen, die Chancen dieses Wandels für eine Stärkung der Zivilgesellschaft, für mehr Solidarität zwischen den Generationen, für eine Kultur des Miteinanders, für mehr Mitgestaltung des eigenen Lebensumfeldes zu nutzen.
Ich will an dieser Stelle im Zusammenhang mit dem demografischen Wandel noch zusätzlich auf ein Thema hinweisen, nämlich auf das Thema der Integration, das für die nachhaltige Entwicklung Deutschlands von zentraler Bedeutung ist. In allen Industriebereichen Deutschlands beträgt der Anteil junger Menschen mit Migrationshintergrund an den unter 25-Jährigen heute schon 40 bis 50 Prozent. Dieser Trend wird sich fortsetzen. Das heißt, die Bewältigung des demografischen Wandels gelingt in Deutschland überhaupt nur, wenn wir eine ganz andere Einstellung und ganz andere Ergebnisse im Zusammenhang mit der Integration bekommen. Wir haben versucht, auch durch die Anbindung des Ressorts der Integrationsbeauftragten ans Kanzleramt und durch den Nationalen Integrationsplan einige wichtige Schritte zu gehen. Aber auch das wird ein sehr langfristiger Prozess sein. Ich kann uns allen nur raten, ihn zu unser aller Wohl auch wirklich intensiv fortzusetzen.
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Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie unter
http://www.nachhaltigkeitsrat.de/news-termine/termine/veranstaltungen-des-rates/8-jahreskonferenz-des-rates-fuer-nachhaltige-entwicklung/