Am Donnerstag, 25.4.2013 um 20 Uhr findet erneut eine Informationsveranstaltung zum Wohnungsbauprojekt Idunastraße/Neukirchstraße statt.

Nachdem in einer ersten Veranstaltung die angedachte Gesamtbebauung des Geländes vorgestellt wurde, soll jetzt speziell das Bauvorhaben in der Neukirchstraße dargestellt werden. Verantwortlich für die Realisierung dieses Projektteils ist die Berliner Baugenossenschaft eG (bbg), die an diesem Abend von Thomas Frohne, technischer Vorstand, vertretend wird.

Für Fragen rund um das Baurecht und den daraus resultierenden Möglichkeiten der Anwohnerbeteiligung wird Ina Carrasco vom Stadtentwicklungsamt Pankow zur Verfügung stehen.


Wie angekündigt, wurde am vergangenen Donnerstag speziell über das Bauvorhaben der BBG berichtet. Es handelt sich hier um den südlichen Teil des Areals, der an die Neukirchstraße grenzt.

Thomas Frohne, Technischer Vorstand der BBG (Berliner Baugenossenschaft eG), stellte die Genossenschaft und ihre Projekte vor. Die BBG wurde 1886 gegründet und zählt mit 8.600 Mitgliedern zu den größten Genossenschaften in Berlin und Brandenburg. Das ehemalige Gärtnereigelände hat die BBG gemeinsam mit der Gesobau erworben. Vor fünf Jahren starteten erste Planungen mit einem Architekturwettbewerb. Geplant ist ein Wohnviertel, das Platz für alle Generationen bietet und wo sich Reihenhäuser, Stadtvillen und ein Wohnblock um eine Art Anger gruppieren: ein Dorf im Dorf. Mit ca. 8 Euro/qm soll langfristig bezahlbarer Wohnraum in Innenstadtnähe zur Verfügung gestellt werden. Die BBG plant ca. 110 Wohnungen und 90 Kfz-Stellplätze. Für den Wohnblock ist ein Vorgarten von 5 m geplant.

Ina Carrasco vom Stadtplanungsamt erläuterte das Planverfahren und den aktuellen Projektstand. Das Projekt befindet sich in der Auswertung der frühzeitigen Bürgerbeteiligung. Die eingegangenen Hinweise werden in die Planung eingearbeitet, bevor die förmliche Bürger- und Behördenbeteiligung beginnt.

Ein weiterer Vortrag einer betroffenen Anwohnerin der Neukirchstraße machte den Unmut über den an die Neukirchstraße grenzenden Wohnblock deutlich. Dieser fünfgeschossige Block soll den "Dorfanger" im Inneren des Areals abschirmen. Von den Anwohnern wird er als zu hoch und zu massiv empfunden, da es sich bei den eigenen Häusern (direkt gegenüber) um Ein- und Zweifamilienhäuser handelt. Weitere Kritikpunkte waren u.a. lästiger Grillgeruch im Sommer, negative Auswirkungen auf die Natur und die Kalt- und Frischluftschneise und eine zu hohe Verdichtung, die zu soziologischen Problemen führen könnte.

Herr Frohne äußerte Verständnis für die Kritik an der Dimension des Wohnblocks und möchte diese in die weiteren Planungen einbeziehen. Die hohe Verdichtung bestätigte er als ein beabsichtigtes Ziel und wirtschaftliche Notwendigkeit. Er erklärte auch, dass zwei weitere Wettbewerbsentwürfe eine deutlich höhere Wohnraumdichte auf dem Gelände vorgesehen hatten. Diese Art der Gebietsgestaltung sei aber nicht im Sinne der BBG. Weiterhin führte Herr Frohne aus, dass Grillen auf dem Balkon bei der BBG nicht zulässig ist.