FNP-Änderungsantrag 01/13 "Verkehrslösung Heinersdorf"

Frühzeitige Bürgerbeteiligung 01/13 "Verkehrslösung Heinersdorf" in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt bis zum 13.12.2013!

Für Heinersdorf wird aktuell eine übergeordnete Hauptverkehrsstraße zwischen der Blankenburger Straße (Höhe LIDL) und der Bundesautobahn A114 (Anschluss Am Feuchten Winkel) auf der Trasse der alten Industriebahn geplant (Abschnitt N4 siehe Zeichnung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, SenStadtUm). Weil die Straße bisher nicht Teil der Berliner Stadtplanung ist, wurde ein Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplanes 01/13 „Verkehrslösung Heinersdorf“ eingeleitet. Gegenwärtig findet die frühzeitige Bürgerbeteiligung zu diesem Verfahren statt, an dem sich jeder Bürger noch bis zum 13. Dezember 2013 mit einer schriftlichen Stellungnahme beteiligen kann.

Die Stellungnahmen sind an die folgende Adresse zu richten. Dort liegen auch die FNP-Änderungsblätter zur Einsicht aus:

  • Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
    Am Köllnischen Park 3
    10179 Berlin
  • Mo bis Fr 8 bis 16 Uhr
    Do bis 18 Uhr
  • Bei Gesprächsbedarf wird um Terminvereinbarung gebeten:
    Tel. 9025-1377/1383

Weitere Informationen im Internet: http://www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/fnp/de/buergerbeteiligung/

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, mit einem Online-Formular direkt im Internet Stellung zu nehmen: http://www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/fnp/de/buergerbeteiligung/sie_sich_aeussern.shtml

 

Grundlage dieser Planungen ist eine Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2009, die vier Straßenabschnitte, sogenannte Netzelemente (N1 bis N4) vorsieht. Die Teilstücke N1 (Blankenburger und Hödurstraße) und N2 (zwischen Romain-Rolland- und Blankenburger Straße entlang am Blumenwinkel) sind bereits im Flächennutzungsplan festgeschrieben. Neu sind die Teilstücke N3 (Am Steinberg) und N4 (Blankenburger Straße bis Autobahn).

Ziel der Planungen ist die Entlastung des Ortskerns Heinersdorf und der Prenzlauer Promenade. Darüber hinaus werden gesamtstädtische Verkehrsverbindungen zwischen Autobahn und Innenstadt geschaffen.

 

Was bedeutet das für Heinersdorf und das Viertel Am Steinberg?

  • Die Straße zerschneidet ein bisher intaktes und ruhiges Wohnviertel mit einer übergeordneten Hauptverkehrsstraße. Das betrifft insbesondere die Wohngebiete entlang der Trasse auf der alten Industriebahn (N4) und die mehrgeschossige Wohnbebauung an der Straße Am Steinberg sowie die angrenzenden Kleingärten (N3).
  • Wieviel Verkehr ist auf den einzelnen Netzabschnitten tatsächlich zu erwarten? Die Zahlen aus der Machbarkeitsstudie von 2009 können die aktuellen städtebaulichen Entwicklungen der geplanten neuen Gewerbe- und Wohngebiete noch nicht berücksichtigt haben. “Die städtebauliche Entwicklung des ehemaligen Güterbahnhofes Pankow, der Gewerbegebiete in Heinersdorf, der Teilflächen in der Ortslage Heinersdorf selbst sowie der Wohnbaupotentiale im Blankenburger und Karower Gebiet könnten Einfluss auf die Notwendigkeit und den Realisierungshorizont des genannten Netzelementes [N4] haben.” (Auszug aus der Antwort auf eine kleine Anfrage im Abgeordnetenhaus vom 20.8.2013 von SenStadtUm)
  • Neue Straßen ziehen neue Verkehre an! Neue Straßen produzieren neue Verkehre anstatt das Verkehrsnetz zu entlasten! Derzeit leidet Heinersdorf unter einer stark frequentierten Durchfahrtsstraße im Ortskern, der Romain-Rolland-Straße. Die geplante neue Trasse führt dazu, dass Heinersdorf künftig mit zwei Durchfahrtsstraßen fertig werden muss, denn die alten Verkehrsadern bleiben bestehen. Fazit: In der Zukunft werden in Heinersdorf wesentlich mehr Menschen als bisher von Verkehrslärm und Schadstoffemissionen betroffen sein. Hinzu kommen die Bewohner des Viertels Am Steinberg.
  • Profitiert der Ortskern von dieser Straßenplanung? Der Heinersdorfer Ortskern befindet sich in einem völlig desolaten Zustand, der auf eine über Jahrzehnte gewachsene Verkehrsüberlastung zurückzuführen ist. Mittlerweile leben dort kaum noch Menschen. Kleingewerbe und kaputte Bürgersteige prägen das Bild. Um den Ortskern attraktiv zu gestalten, ist ein städtebauliches Gesamtkonzept zwingend notwendig.

 

Wir finden: Heinersdorf braucht eine Verkehrslösung! Der Ortskern soll ein attraktiver Mittelpunkt von Heinersdorf sein!

Mit einer moderaten Entlastung durch die Netzergänzungsstraßen N1 und N2 (keine übergeordneten Hauptverkehrsstraßen!) kann der Ortskern vom Dauerstau befreit werden. Die Blankenburger Straße könnte zwischen der Romain-Rolland- und der Malchower Straße für den Durchgangsverkehr gesperrt werden, um dort einen verkehrsberuhigten Ortskernbereich zu entwickeln.

Diese Idee hat die Zukunftswerkstatt Heinersdorf am 14. Mai 2013 in ihrem Konzept Kleine Verkehrslösung für Heinersdorf veröffentlicht.