Behinderte besonders gefährdet

Berliner Woche Nr. 24, 13.06.2012

Vorsitzender des Eigentümerbeirats fordert sichere Gehwege
Heinersdorf. Der Zustand der Gehwege auf der Romain-Rolland-Straße ist wirklich katastrophal. Dass dort die Bezirkspolitik endlich aktiv werden muss, das fordert Andreas Kopp, Vorsitzender des Eigentümerbeirats der Siedlung an der Malchower Straße. In der Ausgabe 22 berichtete die Berliner Woche auf Seite 2 unter der Überschrift „Etliche Barrieren“ über einen Rollstuhlpraxistest von Sandra Scheeres (SPD). Heinersdorf gehört zum Wahlkreis der Bildungssenatorin, die zugleich Mitglied des Abgeordnetenhauses ist. Senioren aus Heinersdorf
hatten Scheeres eingeladen, sich vom schlechten Zustand der Gehwege ein Bild zu machen. Vertreter der SPD-Fraktion der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) wollen nun einen entsprechenden Antrag auf den Weg bringen, in dem eine Verbesserung der Gehwegsituation gefordert wird. Besonders schlimm ist nach Ansicht von Andreas Kopp der Gehweg rund um die Kreuzung Blankenburger, Berliner und Romain-Rolland-Straße. In den vergangenen Wochen hatten sich mehrfach ältere und behinderte Menschen an den Vorsitzenden des Eigentümerbeirats gewandt. „Die meisten dieser Bewohner unserer Siedlung nutzen Bus und Straßenbahn“, sagt Andreas Kopp. „Wer zum Beispiel auf einen Rollator angewiesen ist, hat große Schwierigkeiten über die kaputten beziehungsweise mit Kleinpflaster ausgelegten Wege zu den Haltestellen zu gelangen. Für diese Menschen ist die Gefahr zu stürzen sehr groß.“ Ebenso gefährlich ist es, zum Postdienstleister neben der Heinersdorfer Kirche zu kommen. Auf dem teils befestigten, teils unbefestigten Gehweg ist der Asphalt inzwischen so beschädigt, dass er für Menschen mit Rollator oder im Rollstuhl ein regelrechter Hindernisparcours wird. Kopp hofft nun, dass in der BVV endlich eine Diskussion über den Zustand der Gehwege im Heinersdorfer Zentrum geführt wird.