Siedlung weiter gesichert

Berliner Woche Nr. 5, 01.02.2012

Vereinsvorstand in Blankenburg und Bezirksamt vereinbaren Kooperation
Blankenburg. Das Bezirksamt und der Vorstand der Anlage Blankenburg wollen künftig enger zusammenarbeiten. Einen Kooperationsvertrag unterzeichneten die Pankower Stadträtin für Jugend und Facility-Management, Christine Keil (Die Linke), und die stellvertretende Vorsitzende der Erholungsanlage Blankenburg, Ines Landgraf. Die Vereinbarung tritt rückwirkend zum 1. Januar 2011 in Kraft und läuft auf unbestimmte Zeit. „Die Anlage Blankenburg besteht aus 1468 Parzellen. Es erscheint daher sinnvoll, eine solche, für beide Seiten hilfreiche Vereinbarung zu treffen“, erklärt Christine Keil. „Die Vereinbarung soll künftig beiden Seiten ein besseres und zeitnahes Agieren ermöglichen.“ Die ersten Parzellen waren 1909 angelegt worden. Heute erstreckt sich die Anlage über 84 Hektar von der Heinersdorfer, Bahnhofstraße bis zu den Karpfenteichen und zur Pankepromenade. Sie ist eine der größten Erholungsanlagen Deutschlands. Zu DDR-Zeiten war das ganze Gebiet offiziell Kleingartenanlage. Nach 1990 änderte sich das allerdings. Weil es auf der Fläche nicht nur Lauben, sondern auch feste Häuser mit Dauerbewohnern gibt, entsprach die Anlage nicht mehr dem bundesdeutschen Kleingartengesetz. Sie ist heute eine Erholungsanlage. Verwaltet wird sie vom Bezirksamt. Im vergangenen Sommer gab es in der Anlage einige Unruhe. Ein Gerücht machte die Runde. Es sei unklar, ob die Anlage über 2015 hinaus gesichert sei. Wie es zu diesem Gerücht kam, konnte im Bezirksamt niemand nachvollziehen. Vertreter des Bezirksamtes stellten auf einer Siedlerversammlung klar, dass Bestandschutz gelte. Solange es keine An- oder Neubauten auf Parzellen gebe und sich alle an dieRegeln für das Miteinander in dieser Siedlung hielten, bestehe keine Gefahr.
Mit dem Kooperationsvertrag liegen nun Vereinbarungen auch schriftlich vor. Christine Keil: „Vertragsgegenstand ist die Festlegung von Informationspflichten sowie Rechte und Pflichten zur Erhaltung und Gestaltung der Erholungsanlage Blankenburg.“
Unter anderem soll es künftig turnusmäßige Begehungen geben. Außerdem ist vereinbart, wie künftig die Wege instand gehalten und Flächen gepflegt werden. Ein neuer Pachtvertrag für das Vereinshaus wurde ebenfalls unterzeichnet.