Geheime Orte

Berliner Woche Nr. 21, 21.5.2014

Der Autor recherchierte in ganz Berlin

Weißensee. Zu einer Entdeckungsreise durch die Stadt lädt Claus-Dieter Steyer mit seinem neuen Buch ein. Er recherchierte zu geheimen Orten in Berlin. Mehr als zwei Dutzend spürte der Journalist auf. Er entdeckte sie im Untergrund der Stadt oder in abgelegenen Wäldern jenseits der Stadt. Steyer entführt zu stillgelegten Bahnhöfen und Lokschuppen, zu Relikten des Kalten Kriegs und zu einem stillgelegten Rundfunksender. Weitere Geschichten drehen sich um Stalins Ohr, Hitlers vergessene Ehrenhalle und die Überbleibsel des DDR-Fernsehens. In Pankow besuchte der Autor zum Beispiel das ehemalige Regierungskrankenhaus der DDR – medizinische Versorgung auf höchstem Niveau und hinter streng bewachten Zäunen. Des Weiteren war er in der ehemaligen Sperrzone am Majakowskiring unterwegs. Dort wohnten einst Walter Ulbricht und Otto Grotewohl sowie andere DDR-Prominente, ehe sie in die Waldsiedlung bei Bernau umzogen. Eine Rarität des Eisenbahnwesens besuchte Steyer in Heinersdorf. Gleich neben dem SBahnhof steht der alte Rundlokschuppen, der darauf wartet, wiederbelebt zu werden. An der Marienburger Straße 62 in Prenzlauer Berg entdeckte der Autor in einem Gewerbehof dann noch eine weitere Besonderheit. Dort steht jetzt die Überdachung des Grenzübergangs Bornholmer Straße. Für seine Texte recherchierte Claus-Dieter Steyer in Archiven, befragte Fachleute und Zeitzeugen. Des Weiteren gibt es in dem Buch zu jedem Ort einen Steckbrief mit Detailinformationen, Anreisemöglichkeiten und Hinweisen auf benachbarte Sehenswürdigkeiten. BW

Das 144-seitige Buch mit 70 farbigen Abbildungen erscheint im Nicolai Verlag. Es ist für 12,95 Euro im Buchhandel erhältlich (ISBN: 978-3-89479-847-5). Am 22. Mai um 19.30 Uhr stellt Claus-Dieter Steyer sein Buch in der Wolfdietrich-Schnurre-Bibliothek an der Bizetstraße 41 vor. Der Eintritt ist frei.

Der Rundlokschuppen am Bahnhof Pankow-Heinersdorf wurde 1893 erbaut. Er bot Platz für 24 Lokomotiven. Foto: BW