Auf gute Nachbarschaft

Berliner Abendblatt Nr. 18, 3.5.2014

Kiez Am berlinweiten Fest der Nachbarn beteiligt sich auch Heinersdorf

Der Verein Zukunftswerkstatt Heinersdorf kümmert sich um den Ortsteil, kulturell wie politisch. Die Mitglieder haben ein Auge auf die Planungen beim Fleischgroßhandel, führen die Alte Apotheke in der Romain-Rolland-Straße weiter und bringen die Nachbarschaft zusammen – wie ein Fest Ende Mai zeigt.

Fest der Nachbarn. Für den Kiez den richtigen Kitt finden, das macht die Zukunftswerkstatt Heinersdorf seit ihrem Bestehen. Am 24. Mai stellt sie das auch wieder beim Fest der Nachbarn unter Beweis. Berlinweit kann jeder mitmachen. Einfach einen Tisch und Stühle, oder eine Holzbank rausstellen und seine Nachbarn zum Gespräche oder zum gemeinsamen Essen einladen – so einfach ist das Konzept des Festes. Im vergangenen Jahr gab es dazu insgesamt 65 Stadtteilfeste. Dieses Jahr dürften es noch mehr sein. Anlass ist der European Neighbours Day, also der Europäische Tag der Nachbarn. Der von der EU, dem Senat und der Sparkasse gesponserte Tag soll die Bürger Europas und die Nachbarn im Kiez näher zusammenrücken. Zum Fest der Nachbarn kann sich jeder auch Luftballons, Malbücher und Anstecknadeln besorgen, die kostenlos beim Verband für sozial-kulturelle Arbeit in der Tucholskystraße 11 abgeholt werden können. Einzige Bedingung ist, dass das eigene Fest auf der Internetseite der Veranstalter angemeldet wurde. Auf der Seite gibt es auch einen Überblick über die Veranstaltungen in anderen Ortsteilen. Gleichzeitig veranstalten die Macher auch einen Filmwettbewerb.

Politisch aktiv. Übrigens beteiligt sich die Zukunftswerkstatt nicht nur lebhaft an der Suche nach einer Verkehrslösung für den Ortsteil. Schließlich soll der immense Durchgangsverkehr auf längere Sicht für die Bewohner vorteilhafter durch Heinersdorf gelenkt werden. Der Verein ist die treibende Kraft dahinter, vor allem wenn es darum geht, der Bezirks- und Landespolitik klarzumachen, dass in Sachen Infrastruktur nicht nur die zentrumsnahen Gebiete Vorrang haben. Gleich in der Nähe der Zukunftswerkstatt kann jeder sein Auto auch auf Vordermann bringen oder umbauen lassen. In der Neukirchstraße 62 ist der Autospezialist für Umbauten Klaus Gadow mit seiner Firma ansässig. Seit 30 Jahren bietet der Meisterbetrieb mit seinem kleinen Team Reparaturen aller Art und vor allem behindertengerechte Umbauten. Aber auch den richtigen Fahrzeugsitz oder die Spezialheizung hat der Autoexperte im Angebot.
(awo)
www.das-fest-der-nachbarn.de