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Filmabend über das Krankenlager in Berlin-Blankenfelde "Man warf mich in ein Lager ..."

Am 29. April findet ein ganz besonderer Politikstammtisch statt. Im Mittelpunkt steht eine filmische Spurensuche, die in dem Film „Man warf mich in ein Lager ...“ ihr Ergebnis fand.

Schülerinnen und Schüler des Max-Delbrück-Gymnasiums haben das Projekt von der Konzeption über die notwendigen Recherchen bis zur Realisierung eigenständig durchgeführt und wurden dabei von Fachkräften unterstützt. Das Projekt wurde von Metaversa e.V. Verein für Medien, Bildung und Kultur durchgeführt und aus Mitteln des LAP Pankow finanziert. Das Krankenlager in Blankenfelde bestand seit 1940 - zunächst für Kriegsgefangene, später ab 1942 für arbeitsunfähige Ostarbeiter. Das Projekt wurde im Stile eines Doku-Features realisiert - mit Interviews, Außenaufnahmen und Archivmaterial.

Im Anschluss an die Filmvorführung, die etwa eine halbe Stunde dauert, stehen einige Jugendliche zum Gespräch zur Verfügung.

Donnerstag, 29.4.2010, 20 Uhr, Nachbarschaftshaus, Berliner Straße 5, 13089 Berlin

Kostenbeteiligung: Spende erbeten
Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Tel. (030) 21 98 29 70


Die Veranstaltung begann mit einer Vorstellung des Filmprojekts, das 2009 mit Schülerinnen und Schülern des Pankower Max-Delbrück-Gymnasiums durchgeführt wurde. Es hatte eine Dokumentation der Spurensuche zum Inhalt, die in Bezug auf ein ehemaliges Krankenlager in der unmittelbaren Umgebung des StadtGutes Blankenfelde durchgeführt wurde. Dazu zählte ein Bericht über archäologische Grabungen, die auf dem Gelände stattfanden. Die Projektgruppe hat aber auch Bewohnerinnen und Bewohner zu ihren Erinnerungen befragt, die sie an das so genannte Durchgangs- bzw. Sterbelager für arbeitsunfähige Ostarbeiter/innen haben, das sich zwischen 1942 und 1945 unmittelbar vor ihrer Haustür befand. Im Anschluss an diese kurze Einführung wurde der Film gezeigt, der vollständig von den Jugendlichen konzipiert und hergestellt wurde. Er stellt den Bericht über den Fortgang und die Ergebnisse der Grabungen geschickt den Berichten der Zeitzeugen gegenüber und gibt ein beeindruckendes Zeugnis über einen nahezu vergessenen Teil Ortsgeschichte in Blankenfelde.

Höhepunkt des Films und des begleitenden Projekts war ein Treffen mit der im Lager in Blankenfelde geborenen Russin Raissa Bogdanova, die dazu ins Pankower Rathaus gekommen war. Sie war der Mutter unmittelbar nach der Geburt weggenommen und unter dem Vorwand einer ärztlichen Untersuchung aus dem Lager geschafft wurde. Interessant auch ein weiteres Detail aus ihrem Leben: Einige Zeit nach ihrer Geburt kam Raissa Bogdanova in eine Pflegefamilie in der Heinersdorfer Fasoltstraße 27, wie sie bei späteren Recherchen herausgefunden hat.

Nach der Vorführung des vor allem wegen der persönlichen Geschichte von Raissa Bogdanova überaus bewegenden Films konnte mit dem Organisator des Filmprojekts, Rudolf Freundorfer diskutiert werden. Auch wenn die Anzahl der Teilnehmenden deutlich hinter den Erwartungen zurück blieb, entwickelte sich ein spannendes Gespräch, das mit der Verabredung endete, ggf. mit Heinersdorfer Jugendlichen ein ähnliches Projekt durchzuführen, das sich mit der Vergangenheit des Ortsteils befasst.

Der Film kann auch im Internet auf der Seite von Metaversa e.V. angesehen werden: http://www.metaversa.de/www/index.php?Seite=46

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