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Im Gespräch mit Sandra Scheeres

Der nächste Politikstammtisch in Heinersdorf widmet sich dem Thema Bildung. Während dieses Thema vor allem bei Eltern heiß diskutiert wird, fragen sich auch immer mehr Schülerinnen und Schüler, welche Schulform zu ihnen passt und wie sie zu ihrem Traumberuf finden.

Die Bildung ist eine Großbaustelle in Berlin. Nirgendwo sonst wurden in den letzten Jahren so viele Reformen und Umstrukturierungen vorgenommen. Tragen die Neuordnungen des Berliner Schulsystems bereits erste Früchte? Ist die Sekundarschule ein Erfolgsmodell für die Zukunft? Ist es an der Zeit, Jungen zu stärken? Diese und viele weitere Fragen wollen wir mit der Berliner Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Sandra Scheeres, diskutieren.

Sandra Scheeres ist Gründungsmitglied der Zukunftswerkstatt Heinersdorf e.V. Die Veranstaltungsreihe Politikstammtisch hatte sie vor fast vier Jahren als Initiatorin des Pankower Familienbündnisses eröffnet. Seitdem waren mehr als 30 Gesprächsgäste, darunter Berliner Senatoren und Mitglieder des Bundestages und des Berliner Abgeordnetenhauses, in Heinersdorf zu Gast.

Dienstag, 17.4.2012, 20 Uhr, Alte Apotheke

Gast: Sandra Scheeres, Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft
Moderation: Dietmar Herrmann
Gebühr: Spende erbeten
Kontakt: (030) 21 98 29 70 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 


Nachdem sich Sandra Scheeres kurz persönlich vorgestellt hatte, berichtete sie über ihre Wahl zur Senatorin und ihr breites Arbeitsspektrum in der Senatswervaltung, im Abgeordnetenhaus und in ihrem Wahlkreis. Die frühkindliche Bildung sei ihr "Steckenpferd" - ein Bereich, in den das Land Berlin bundesweit die größte Summe investiert. Auch wenn die Versorgung mit Kita-Plätzen in Berlin überdurchschnittlich sei, fehlten in den nächsten Jahren ca. 19.000 Plätze. Mit neuen Konzepten will die Senatsverwaltung hier kurzfristig Abhilfe schaffen, indem bestehende Kitas ausgebaut, aber auch Elterninitiativen und soziale Träger stärker unterstützt werden.

Als nächstes folgten die zahlreichen Fragen der Moderation und der Gäste: Jahrgangsübergreifendes Lernen (JüL): ca. 70 Berliner Schulen haben JÜL abgewählt, das ist eine Minderheit. Die Mehrheit der Schulen arbeitet weiterhin jahrgangsübergreifend. Schuleingangsphase: neue Konzepte werden bereits gesichtet, aber im Moment erfolgen keine Änderungen Ganztagsschulen: bevor eine Ganzstagsschule gefördert wird, erfolgt eine Bedarfsermittlung Sozialpädagogen für jede Schule: aus Kostengründen nicht möglich - besonderes Augenmerk gilt den sozialen Brennpunkten Immer mehr Einschränkungen für Förderschulen? Eine Ursache dafür ist der von der EU vorgeschriebene „Inklusionsgedanke“, aber dieses Konzept, was auch eine Schließung der Förderschulen zur Folge hätte, wurde vorerst gestoppt. Derzeit erfolgt eine Überarbeitung. Schulhelfer: Der Bedarf an den begleitenden Lehrerhilfen ist gestiegen, kann aber aus Kostengründen nicht befriedigt werden Familienzentren: sollen direkt an Kitas angeschlossen werden, damit eine gute Vernetzung von Familie und Betreuungseinrichtungen gewährleistet werden kann. Lehrerabwanderung aufgrund fehlender Perspektiven: Die Verbeamtung von Lehrern wurde aufgehoben. Es wird versucht, den Lehrerberuf mit anderen Mitteln attraktiver zu gestalten.

Am Ende des Abends äußerte sich die Mutter eines schwerst mehrfach behinderten Kindes sehr lobend über den hohen Standard der Behindertenbetreuung und die Unterstützung ihrer enorm belasteten Familie durch soziale Einrichtungen.

Weil das Thema Grundschule so viel Raum einnahm und für die weiterführenden Schulen nur noch wenig Zeit blieb, laden wir Sandra Scheeres schon heute zu einem weiteren Politikstammtisch, vielleicht im nächsten Jahr, ein.

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