Frauen im Islam

Das Kopftuch: Zwang oder schützende Haut? – Wie fühlen sich islamische Frauen unter uns?  

Die Rolle der Frau gehört zu den häufigsten Anfragen und Vorbehalten, die sich an den Islam richten. Passt das Geschlechterverständnis, das durch diese Religion vertreten wird, in unsere heutige Gesellschaft? Wofür steht das Kopftuch? Ist es Zwang, schützende Haut oder gar ein politisches Symbol? Wie fühlen sich islamische Frauen unter uns? Und was können wir tun, um uns in diesen Fragen gegenseitig besser zu verstehen? Darüber sprechen Andrea Lathan, Südasienwissenschaftlerin von der Universität Halle-Wittenberg, und Syeda Quratulain Gardezi, Mitglied der Ahmadiyya, mit Werner Krätschell. Diskutieren Sie mit!

Donnerstag, 27.11., 20 Uhr, Nachbarschaftshaus, Berliner Straße 5, 13089 Berlin

Gäste: Andrea Lathan, Südasienwissenschaftlerin der Universität Halle-Wittenberg, Syeda Quratulain Gardezi, Mitglied der Ahmadiyya-Gemeinde
Moderation: Werner Krätschell, Superintendent i.R.
Kostenbeteiligung: Spende erbeten
Kontakt: (030) 21 98 29 70 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Bis auf den letzten Stuhl belegt war unsere dritte Veranstaltung im Rahmen des diesjährigen Politikstammtisches. Das Thema „Frauen im Islam“ stieß erwartungsgemäß auf großes Interesse. Ganz wissenschaftlich blickte die Südasienwissenschaftlerin Andrea Lathan auf den Islam und referierte über die Rolle der Frauen innerhalb dieser Religion. Anschließend sprach Syeda Quratulain Gardezi, Mitglied der Ahmadiyya, über ihr Leben in der Ahmadiyya-Gemeinde und in unserer Gesellschaft. Dass das kein Widerspruch sein muss, machte sie mit sehr offenen und persönlichen Worten deutlich.

In der anschließenden Diskussion, die von Werner Krätschell moderiert wurde, führten Moscheegegner erneut das Argument an, der Koran legitimiere das Schlagen und die Unterdrückung der Frau. Beispiele hierfür seien muslimische Frauen, die unter dieser Gewalt litten. Die Wissenschaftlerin Andrea Lathan bestätigte, dass es "leider Beispiele hierfür gibt". Sie betonte jedoch, dass dies Ausschnitte seien, die nicht repräsentativ für den Islam stünden. Syeda Quratulain Gardezi erteilte jeglicher Form von Gewalt mit klaren Worten eine Ablehnung. Viele weitere Aspekte wurden angesprochen. Wir werden sie in Kürze in einer Dokumentation zusammenfassen.

Wir freuen uns sehr, dass der von einer ruhigen und sachlichen Atmosphäre geprägte Abend ein Beitrag zu gegenseitigem Kennenlernen und Verständnis werden konnte.