Christa Wolf - Schreiben und Leben

Die Filmhistorikerin Dr. Katrin Sell gibt einen Einblick in das widersprüchliche und wechselvolle Leben der Christa Wolf.

Am 1. Dezember 2011 starb nach längerer Krankheit die Schriftstellerin Christa Wolf.
Wir wollen dies zum Anlass nehmen, um an die herausragende und auch umstrittene Autorin zu erinnern. Ihr künstlerischer Werdegang wird gemeinhin eng mit der DDR verknüpft, und doch wäre es zu kurz gedacht, ihre Werke allein aus der Perspektive der DDR deuten zu wollen. Ihre Bücher, wie Nachdenken über Christa T., Kassandra, Kein Ort. Nirgends oder Der geteilte Himmel  beschäftigen sich mit politischen, seelischen und moralischen Fragestellungen, die mehr sein wollen als die unmittelbare Spiegelung der eigenen Lebensverhältnisse. Ihre Werke schöpfen aus einer tiefen Nachdenklichkeit über die menschliche Existenz.

Filmvorführung: Der geteilte Himmel" (DDR 1964)
RE: Konrad Wolf, DA: Renate Blume, Eberhard Esche, Hilmar Thate
Schon die Romanvorlage von Christa Wolf wurde scharf kritisiert, weil die unglückliche Teilung Deutschlands thematisiert wurde. Auch die Filmadaption wurde kontrovers diskutiert, und der Film durfte in den folgenden Jahren der Existenz der DDR – je nach politischer Wetterlage – nicht immer gezeigt werden. Noch heute ist er vielleicht der wichtigste Gegenwartsfilm der DEFA jener Zeit.

Samstag, 14.11.2015, 19 Uhr, Alte Apotheke, Romain-Rolland-Straße 112, 13089 Berlin

Anmeldung: nein
Kostenbeitrag: 5 Euro
Leitung: Dr. Katrin Sell
Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder (030) 21 98 29 70