Folgetreffen am 17.04.2007

In Fortsetzung des Ortstermins vom 23.2.2007 fand am 17.4.2007 ein Folgetreffen im Sitzungszimmer des Bezirksamtes statt. Dabei waren der Stadtrat für Öffentliche Ordnung und Verkehr, Herr Kirchner, Vertreter des Bezirksamtes, Vertreter der Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz, Gewerbetreibende und Heinersdorfer Bürgerinnen und Bürger.

Das Bezirksamt hatte sich im Vorfeld dieses Termins mit den geschilderten Problemen der Anwohner befasst. Dazu wurde ein weiterer Ortstermin mit den Gewerbetreibenden vereinbart und direkt auf dem Gelände wahrgenommen.

Herr Kirchner informierte nun über die "Gemengelage" und die derzeitige Struktur auf dem Gewerbegebiet. Danach sind derzeit 31 Gewerbebetriebe auf dem Gelände tätig. Davon unterliegen zwei Unternehmen, Fa. ORS und Fa. Conrex, den Richtlinien des Emissionsschutzes und werden jährlich von der Senatsverwaltung auf die Einhaltung dieser Richtlinien überprüft.

  1. Lärmemission  
    Die letzte Lärmmessung wurde im Jahr 2004 durch die Senatsverwaltung vorgenommen. Die Ergebnisse bewegten sich innerhalb der gesetzlichen Grenzwerte.
  2. Staubemission  
    Laut Auskunft der Senatsverwaltung wurden bei den Prüfungen keine gravierenden Beanstandungen festgestellt.
  3. Verkehrsbelastung  
    Die letzte Verkehrszählung fand im Jahr 2005 statt. Vergleichend zur Zählung von 1999 fand eine leichte Abnahme des Verkehrs (auch des Lkw-Verkehrs) statt.

Vonseiten der Anwohner wurde immer wieder betont, dass der Lärm und auch die Staubentwicklung zugenommen hätten. Anwohner östlich des Gewerbegebiets gaben zusätzlich eine Geruchsbelästigung an. Anwohner der Blankenburger Straße klagten weiterhin über hohe Geschwindigkeiten der Lkw, die zu Schäden an ihren Häusern führten sowie über herabgefallene Schuttteile auf dem Fahrbahnrand und den Fuß- und Radwegen.

Vonseiten des Bezirks und der Senatsverwaltung wurde übereinstimmend ausgesagt, dass sich alle gewerblichen Aktivtäten im Rahmen der Gesetze und Richtlinien bewegten und damit keine Veranlassung zu Sanktionen bestehe. Herr Kirchner äußerte allerdings Verständnis für ein möglicherweise subjektiv anderes Empfinden der Anwohner.

Sowohl die Anwohner als auch wir, die Zukunftswerkstatt, sind mit dem Ausgang dieses Gesprächs nicht zufrieden. Selbst wenn alle Richtlinien und Gesetze eingehalten werden, ist die Belastung durch Lärm und Staub für die angrenzenden Wohngebiete zu hoch. Eine weitere Gefahr für angrenzende Territorien sind immer wieder auftretende Brände. Der letzte Brand war am vergangenen Wochenende (21.4.2007). Um eine Entlastung herbeizuführen, sollte in einem nächsten Schritt das Gespräch mit dem Besitzer bzw. Konkursverwalter des Geländes gesucht werden.